Ich hab' dich gern

Mensch, ich hab' dich gern!«
Hast du nie das Verlangen gespürt, alle Menschen
vor Freude zu umarmen und glücklich zu machen?
In uns lebt ein ewiges Suchen nach dem Unendlichen,
nach etwas, das uns ganz und für immer erfüllt.
Aber alles, auch die schönste Begegnung,
ist so vorläufig, daß es sehr tief schmerzen kann.

Mensch, ich hab' dich gern!«
Du bist genauso verletzlich und ebenso allein wie ich.
Du gehst denselben Weg zum selben Ziel und Ende.
Gehetzt, gelassen, glücklich, ängstlich, ich weiß es nicht.
Aber wir sind zusammen unterwegs. Wir sind noch nicht da.
Wir laufen in dieser Welt herum wie in einem Supermarkt:
sehen, aussuchen, nehmen, kaufen, geben, wegwerfen.
Mit der Zeit wird das entsetzlich langweilig und sinnlos,
wenn wir das tiefste Verlangen in uns -
Liebe zu empfangen und Liebe zu geben -
mit Dingen betäuben, die man mit Geld bezahlen kann.

Wir müssen eine neue Art von Kapital investieren,
wollen wir als Menschen nicht in der Wurzel verfaulen.
Das sagenhafte Kapital der menschlichen Güte,
der menschlichen Zuwendung und Freundschaft.
Wir haben zwei Weiten, um darin zu leben:
die Welt des Geldes und die Welt des Herzens.
Entscheide dich mit mir für die Welt des Herzens,
wo du das Leben genießen kannst wie ein Kind.