Ohne Fallen kein Auferstehen
Kennst du ein einziges Leben, das niemals
von Kreuz und Leid gezeichnet wurde?
Einen Menschen, der nicht Schmerz erfahren hätte?
In jedem Leben gibt es Zeiten der Last und Sorge,
der Nacht und Finsternis, der Angst und Verzweiflung,
aber auch Zeiten voll Freude und Sonnenschein,
voll Frieden und Ruhe, Augenblicke voller Seligkeit.
In jedem Menschenleben gibt es dunkle Tage, Karfreitage,
Tage des Kreuzes, ob du gläubig bist oder nicht.
Wenn du in solchen Tagen nicht in Verbitterung versinkst,
in Wut und Verzweiflung, wirst du Licht von Ostern erleben.
Tage der Auferstehung, neues, erfüllteres, freieres Leben.
Ich bin überzeugt, daß Kreuz und Leid tiefen Sinn haben.
Sie machen reifer, geläutert, frei von vielem Wertlosen.
Meist ist es so: Was zuerst wie eine Katastrophe aussah,
hat sich später, oft sehr viel später, als Gnade herausgestellt.
Mit dem Menschen ist es wie mit der Natur: Auf und Ab,
Tag und Nacht, Frühling und Herbst, Ebbe und Flut.
Wer nie Kummer erlebt, wird nie tiefere Freude erfahren.
Am Boden, am Ende sein - wer das nicht kennt,
weiß nichts von Aufstehen, ohne Fallen kein Auferstehen.
Wenn du gläubig bist, sage ich dir noch dies:
Alles erhält seinen tiefsten Sinn dadurch,
daß Jesus von Nazaret diesen Weg selbst gegangen ist:
den Weg von Karfreitag nach Ostern.