Unter Menschen
Menschen faszinieren mich, je länger, je mehr.
Menschen sind jeden Tag ein Abenteuer,
wenn man sie mit Sympathie zu nehmen weiß.
Wenn man zu staunen vermag, nicht nur über den Leib,
den man sehen und berühren kann,
sondern vor allem über das unergründliche Geheimnis,
das dir in einer so wunderbaren Verpackung ganz nahekommt
und gleichzeitig unendlich fern und unerreichbar bleibt.
Sicher, es gibt Menschen mit gläsernen Gesichtern,
hinter denen alles leer scheint, und Menschen ohne Gesicht,
die an dir vorbeihasten, als ob eine unsichtbare Macht
sie magnetisch anziehen würde, die ihnen keine Ruhe läßt.
Ich verstehe die Menschen nicht ... Und habe sie doch gern.
Ich kann nicht auf sie verzichten.
Auf die Menschen, die mich nötig haben,
und auf die Menschen, die ich nötig habe.
Menschen mit fragenden Augen, mit gespannten Gesichtern.
Menschen, die leiden, die verbittert und verzweifelt sind.
Menschen, unfähig, an irgend etwas Freude zu haben.
Ich versuche, sie aus dem selbstgemachten Gefängnis zu befreien.
Und dann gibt es noch die Menschen,
die dich zum Nachdenken und zum Lachen bringen,
Menschen, die froh sind, dich zu sehen und dir das auch sagen.
Viele gute einfache Menschen mit einem verborgenen,
unbegreiflichen Reichtum in ihrem Herzen.
Es ist so oft ein Fest, unter Menschen zu sein.