Über jedem Leben hängt ein Kreuz

Warum soviel Leid, soviel unbegreifliches Leid?
Vielleicht auch bei dir zu Hause, in deinem Herzen.
Leid, über das du nicht sprechen magst,
weil es schon seit Jahren in deinem Innersten nagt.
Leid, das du nicht herausgefordert hast.
Unglück, das dich verfolgt,
Schicksalsschläge, die dich treffen.
Eine gescheiterte oder erkaltete Ehe.
Langwierige Krankheit ohne große Aussicht auf Heilung.
Sorgen, Enttäuschungen, Verständnislosigkeit,
Undankbarkeit, jahrelanger Streit in der Familie.
Eine Beleidigung, ein böses Wort, eine Gemeinheit,
weswegen du nachts nicht schlafen kannst.
Vielleicht eine große Einsamkeit auf deine alten Tage.

Über jedem Leben hängt ein Kreuz.
An jeder Tür warten Leid und Tod.
Wenn du dich empörst, wächst die Verbitterung
wie ein schreckliches Geschwür in deinem Herzen.
Und das Kreuz wird noch schwerer.
Wir haben keine Wahl. Wir müssen uns beugen
vor dem Geheimnis des Leidens,
vor Gott, dem einzigen,
der selbst in unseren dunkelsten Nächten
noch Sterne scheinen lassen kann.