Muttertag
Frauen sind wunderbare Wesen.
Eine Frau ist die erste Wohnung jedes Menschen.
In ihrem Schoß findet er seine allererste Geborgenheit.
Wenn ein Mensch nicht mehr sicher ist im Mutterschoß,
verfallen wir trotz aller äußeren Kultur in reine Barbarei.
»Recht auf den eigenen Bauch« - ein barbarisches Schlagwort.
Warum redet man nicht vom »Recht auf das eigene Herz«,
vom »Recht auf den eigenen Kopf«? Warum ist keine Rede
von der schweren Verantwortung der Menschen,
die Sexualität zur Zerstörung aller Liebe mißbrauchen?
Man beklagt, daß die Welt kein Herz hat, keine Wärme,
keine menschliche Atmosphäre, keine Geborgenheit.
Braucht sie nicht gerade dazu die Frau?
Man redet viel von Emanzipation der Frau. Mit Recht.
Die Frau ist weder Sklavin noch Lockvogel noch Lustobjekt.
Aber sie ist auch keine Produktionsmaschine,
deren Lauf man bei irgendeiner Störung einfach abbricht.
Unsere kalte Welt braucht dringend Frauen,
die Wärme ins menschliche Leben bringen, Vertrauen,
Zuwendung, Freundschaft, Zärtlichkeit, Geborgenheit,
alles, was das Leben lebenswert und liebenswürdig macht.
Wir brauchen dringend Mütter.
Wenn wir Muttertag feiern, feiern wir unsere erste Liebe
und unsere Freude über das Dasein
und auch unseren Glauben an die Zukunft.