Das einzig Wichtige auf der Welt

Das ist herrlich: Mensch sein, leben.
Einfach Mensch sein, in die Luft schauen, nach der Sonne,
nach den Blumen und in der Nacht nach den Sternen.
Einfach leben, gut sein, nicht alles haben wollen,
nicht neidisch sein, nicht jammern und klagen, helfen,
mittun, trösten, einen Kranken besuchen,
dasein, wenn einer dich braucht, sich für ihn abmühen,
und das alles, nicht weil du mußt, sondern weil es dir gefällt,
weil du Mensch bist, Mitmensch, weil du lebst.

Kennst du die Gefahr, die in dieser Zeit droht?
Wir leben im Zeitalter der Effektivität und Rentabilität.
Die Menschen fragen: Wozu dient das, wie funktioniert das,
wie schnell geht das, wieviel bringt das?
Man steht unter Druck. Man ist überlastet. Man rechnet.
Es muß Geld herauskommen. Und man vergißt,
daß die Schönheit des Lebens in den Augenblicken liegt,
da man nicht rechnet, da man einfach Mensch ist,
da man einfach und zufrieden lebt.

Die Menschen leben immer länger, aber nicht immer fröhlicher.
Sie meinen noch immer, das sei das Glück des Menschen:
viel haben, sich viel leisten, gut versorgt sein, lange leben.
Wehre dich. Du bist keine Maschine, du bist mehr
als deine Funktion, deine Position, deine Aufgabe, deine Arbeit.
Du bist an erster Stelle Mensch, um zu leben, um zu lachen,
um zu lieben, einfach: um ein guter Mensch zu sein.
Und das ist das einzig Wichtige auf dieser Welt.