Nörgeln versauert das Leben

Schimpfen, nörgeln, kritisieren ist männlich wie weiblich.
Es gibt nicht nur Meckerziegen, sondern auch Rohrspatzen.
Dabei gäbe es doch so viel Schönes zu erzählen, Herr Rohrspatz!
Und so viel Nettes weiterzusagen, Frau Meckerziege!

Bist du auch so schnell am Schimpfen,
wenn etwas nicht klappt, so voll am Jammern,
wenn du deinen Willen nicht bekommst,
wenn einer nicht genau das tut, was du sagst?
Das kann richtig krankhaft werden.

Der Ton deiner Stimme wird dann sterbenslangweilig.
Mit dem Nörgeln über hundert Nichtigkeiten
kann man sich das Leben restlos versauern.
Der Miesepeter sieht es bereits bei Sonnenschein regnen.
Und für die Tränensuse sind alle Zeiten todtraurige Zeiten.
Kritiker finden überall Dinge, die faul sind,
und überall Menschen, die ihnen nicht passen.
Manchmal habe ich den Eindruck, daß sie das sehr genießen,
während es allen anderen längst zum Hals heraushängt.

Wir wollen den Nörgler schnell begraben,
zumindest wenn er in unserer eigenen Haut steckt.
Mach Licht in deinem Herzen an,
dann kommt von selbst Licht in deine Augen:
Du siehst schöne Dinge und liebe Menschen.
Und dann ist es wirklich keine Kunst, etwas Gutes zu sagen.
Ich fühle schon, wie die Welt wärmer wird.