Freude an der Arbeit
Erster Mai -Tag der Arbeit.
Ein Feiertag, aber auch ein Tag zum Nachdenken.
Darum eine einfache Frage: Arbeitest du gern?
Oder findest du: Keine Arbeit haben ist schlimm,
aber arbeiten müssen ist auch ein Unglück?
Der Lebensstandard ist bei uns gewaltig gestiegen
und die Lebenserwartung so hoch wie noch nie.
Wer trinkt heute, wenn er Durst hat, einfach Wasser?
Wer findet es noch wunderbar, einfach Brot zu essen?
Die meisten lieben es möglichst schön und bequem,
doch auf Arbeit haben nur die wenigsten Lust.
Sie arbeiten nur, weil sie Geld zum Leben brauchen.
Ich frage mich, ob solch ein Fortschritt nicht dazu führt,
Menschen von innen her zu zerstören.
Das ganze Leben wird elektronisch durchorganisiert,
nichts dem Zufall überlassen. Alles geht vollautomatisch.
Es sieht so aus, als ob Menschen nur noch gebraucht werden,
weil Maschinen noch nicht weit genug entwickelt sind.
Wir dürfen diese Welt nicht verfluchen,
aber wir müssen sie neu beseelen
mit Freude über den Wert der Arbeit
und über einen ganz gewöhnlichen Arbeitstag.
Freude an der Arbeit ist heute eine gemeinsame Freude.
Mehr denn je hängt unsere Arbeit zusammen
mit tausend anderen Menschen. Mit ihnen arbeiten wir
für ein menschenwürdiges Leben und für eine neue Welt.