Männer und Vater

Wenn ich höre, was aus der weiten Welt zu mir dringt,
dann höre ich Schüsse, das Krachen von Bomben,
das Weinen gequälter Menschen, Frauen und Kinder.
Dann sehe ich, wie sich riesige Gräber öffnen
und über unzähligen wehrlosen Wesen schließen.
Ich höre, wie die ganze Natur weint und klagt
über so viel sinnlose Vernichtung.

Und dann sehe ich dahinter Männer stehen,
die auf der Karte Zielobjekte für Bomben aussuchen,
Männer der Anarchie, die die Gesellschaft umstürzen wollen,
Männer der chemischen Industrie mit weißen Kitteln,
Männer der Wissenschaft, des Geldes und der Technik,
Männer - die Krone der Schöpfung. Was für ein Hohn!
Ich höre wenig über Männer als Väter.
Nur wenn sich damit zum Vatertag etwas verdienen läßt,
kommt auch er für ein paar Tage ins Schaufenster.

In Wirklichkeit aber werden Väter sehr wenig geschätzt.
Und doch sind sie die einzigen Männer von Bedeutung
für Leben, Freude und Liebe in dieser Welt.
Sie sind Fundament und Dach vom Haus dieser Welt,
worin die Mütter für Farbe und Wärme sorgen.
Väter erwecken und beschützen das Leben.
Vater sein heißt Hafen sein, Halt für kleine, schwache Menschen.
Einmal im Jahr einen Schlips, das wird dem Vater nicht gerecht.
Öfter mal ein paar Arme oder Ärmchen um seinen Hals,
davon hat er mehr als von allen Krawatten der Welt.